Archiv der Kategorie 'Protokolle'

Protokoll der AVV vom Januar 2012: Festgelegtes Thema: Atomtransporte durch Bremen

vorweg: zur Themenabstimmung auf der avv seite:
wir wussten alle nicht woher die kam und finden, das macht wenn überhaupt nur fürs übernächste mal sinn, um leute zwecks vorbereitung eines inhaltlichen inputs ansprechen zu können; cooler isses das thema fürs nächste mal festzulegen, um auch so einen inhaltlichen input möglich zu machen. Wenn es für das nächste mal kein thema gibt fänden wir es auch cooler, wenn die leute, die dann da sind das unter sich ausmachen können und sich nicht an irgendwelche internetabstimmungsergebnisse halten sollen!

Berichte:
Silvester zum Knast: manche fanden es komisch, dass die demo pünktlich anfing; es gab 3 redebeiträge: was drei Gruppen von „Knast“ halten; einschätzungen wie viele da waren gehen recht auseinander: offiziell sollns 100 gewesen sein, vielleicht warns aber eher 150: auf jeden fall schön, dass so viele da waren; inhaltlich gabs nicht viel neues: eher so was wie Info VA von der szene für die szene vor imposanter kulisse; es war nichts oder nicht viel an die leute drinnen gerichtet, keine Grußworte oder ähnliches, technisch wäre das auch nicht möglich gewesen; die hohe Mauer neben dem kundgebungsort wurde als ziemlich unpraktisch eingeschätzt: andere stellen sollen besser geeignet gewesen sein (sodass die menschen drinnen was sehen könnten);
ganz cool, dass es war, könnte aber geiler sein. (mehr…)

BERICHT 10. Dezember 11

Liebe Alle,
hier ein kurzes Protokoll mit Terminen von einem kurzen kleinen Treffen:

Termine
am 14.12.11 veranstaltet die Lisa um 19h an der Uni Schafft sich die Uni selber ab? im „Mehrzweckhochhaus“ MZH, Raum 1470 Diskussion zu Räumen für kritische Forschung und kritische Bildung angesichts der mehr und mehr direkten Auftragsforschung für die Industrie.

Kundgebung am Samstag, den 17.12.11 um 15 Uhr auf dem Ansgarikirchhof. Rassismus tötet – In Gedenken an die Opfer rechter Gewalt

Nachdem bekannt geworden ist, dass in Deutschland eine rechte Terrorgruppe neun Menschen aus rassistischen Motiven und insgesamt mind. 11 Personen umgebracht hat, ist einiges in Bewegung geraten. Plötzlich sind PolitikerInnen von Grünen bis CDU betroffen und fordern reflexhaft ein NPD-Verbot. Boulevardpresse nennt die NSU ( Nationalsozialistischer Untergrund) Mordtaten rassistisch „Döner-Morde“ und bei der Polizei gibt es die „Arbeitsgruppe Bosporus“. Und wieder einmal wird bekannt, dass der Verfassungsschutz mit seinen Geldern militante Nazistrukturen aufbaut, während in Dresden und anderswo AntifaschistInnen mit Repressionen überzogen werden: (mehr…)

Protokoll der AVV vom 10.11.2011

Da die Person, die den Input vorbereitet hatte nur begrenzt Zeit hatte wurden Berichte und Ankündigungen ans Ende der AVV verschoben.

Input:
Im Zuge der Privatisierung sozialer Verantwortlichkeiten in den 90er Jahren ist
Kapital „frei“ geworden mit dem vermehrt an den Finanzmärkten spekuliert wurde.
Zugleich entkoppelten sich die Finanzmärkte zunehmend von der Realwirtschaft,
die Staaten lösten Regulationen und schafften die Voraussetzungen dafür das
immer größere Kapitalströme sich grenzenlos bewegen ließen. Die Summen mit denen
dabei spekuliert wurden hatten längst keinen realen Gegenwert mehr. Schließlich
kam es u.a. durch die freizügige Kreditvergabe in den USA im Zuge des
Immobilienbooms zu einer „Bankenkrise“ als die ungedeckten Kredite platzten und
die Baken riesige Finanzielleeinbußen in kauf nehmen mussten. In der BRD waren
vor allem die Landesbanken betroffen die besonders viele faule Kredite in ihren
Depots angehäuft hatten. Als den Banken der Konkurs drohte griff der Staat ein
und refinanzierte die drohenden Ausfälle. Die Folge war, dass sich diverse
Staaten in den Jahren 07/08 extrem überschuldeten und schließlich selbst in
Finanziellenöte gerieten. Um die Liquidität des Staats aufrecht zu erhalten
benötigt dieser neue Einnahmen und die, so die These, wird er sich dort
beschaffen wo er sie am einfachsten bekommt. Bei denen, die ohnehin schon wenig
haben. Was derzeit in Griechenland durchgedrückt wird, soll auch anderswo Einzug
erhalten und auch in de BRD wird das Streichkonzert nicht lange auf sich warten
lassen. (mehr…)

Protokoll 10.10.2011

+++Was war los?+++

Zwei Anti-Atom-Fahrraddemos fanden statt mit erstaunlich vielen und interessanten Stationen und Redebeiträgen zunächst bei denen, die die Atomtransporte durchführen/verantworten (z.B. BLG, Kieserling, Transkem) und dann bei den Firmen/Banken/Institutionen, die am Atomgeschäft verdienen (Deutsche Bahn, Rheinmetall, RWE, SWB, Alstom, Commerzbank, Allianz, Deutsche Bank). Beide Touren lockten leider nur recht wenig Menschen.

Zwei Naziprozesse fanden statt. Nach sehr milden Urteilen (Geldstrafen) im Prozess gegen sieben Angeklagte wegen des Überfalls im Ostkurvensaal wurde von drei Nazi-Hools Berufung eingelegt. Es gab zum Prozess auch eine gute Demo. Außerdem läuft noch ein weiterer Prozess gegen Bremer Nazis, nämlich gegen Sturm Wiking wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und wegen des Überfalls auf das Lidice-Haus.

Die Rote Hilfe Bremen startete einen Blog im Internet. (mehr…)

Protokoll der AVV vom 10.04.2011 im Paradox

1.) Berichte
Es wurde von der Aktion am Sielwalleck vom 09.07.2011 berichtet
Es wurde von den Anquatschversuchen des Verfassungsschutz in Zusammenhang mit der Antinazidemo vom 30.04 berichtet

2.) Veranstaltungen
Klimacamp in der Laustitz 07.-14.08.
Wir zahlen nicht für eure Krise – Mitte August

3.) Besprechung des Textes“Atomstaat stilllegen! Castor 2011“
Unterteilungen:
bisheriger Ablauf der Castortransporte
Aufruf an sich
Über den Transport hinaus

- Zunächst wurde betont, dass Sabotage der polizeilichen Infrastrukturell, ect. keine neue Idee ist, sondern, dass in dem Aufruf lediglich eine Ausweitung dessen gefordert wird, was bei den Castortransporten in der Vergangenheit schon gängige Praxis war.
- Zu Bullensabotage an sich: Es wurde dem Aufruf zugestimmt, dass es wichtig uns sinnvoll ist im Vorfeld an die Strecke zu fahren.
- Es wurde die Frage in den Raum geworfen, ob dies ein möglicher Umgang mit den Erfahrungen des letztes Jahres von CastorSchottern sein könnte, bei dem viele Menschen „verheizt“ worden sind.
- Daraufhin wurde bezweifelt, dass solche Aktionsformen wie in dem Aufruf gefordert, die
nur dezentral und selbstorganisiert funktionieren im großem Rahmen klappen – Stichwort Anschließfähigkeit
- Hier wurde festgehalten, dass ein Appell an Selbstorga nicht ausreicht, und die Frage aufgeworfen welche Strukturen notwendig sind, um mehr Leute in Kleinaktionen zu integrieren bzw. dazu zu motivieren selbst welche zu organisieren
- Daraus hat sich die Frage entwickelt, was dies konkret für „uns“ (in diesem Fall die AVV) in Bremen bedeutet.
Antwort: Wir können eigentlich nur über den Aufruf sprechen und ihn verbreiten.
- Dann wurde in den Raum geworfen, dass es grundsätzlich wichtig ist ins Wendland zu fahren und sich die Umgebung anzuschauen und es wurde ergänzt, dass es sinnvoll ist schon bestehendes know-how weiterzugeben, dass das nicht immer wieder selbst von den Kleingruppen von neuem erarbeitet werden muss.
- Die Kritik, der Aufruf erhalte nicht die Perspektive diese Kampfformen in andere Bereiche gesellschaftlicher Konflikte auszuweiten, wurde mit der Sichtweise zurückgewiesen, dass ein praktischer Aufruf keine Verweise auf alle Themen enthalten müsse.
- Abschließend wurde festgehalten, dass die „Ausstiegserklärung“ der Regierung eine Demobilisierung bewirken könnte und „eher Illusionen in die Häuser als Menschen auf sie Straße bringt“.
Der Aufruf wird unterstützt.

Zum Schluss gab es noch einen Verweis auf das Klimaplenum Donnerstags um 20.00 Uhr im Paradox

DIE NÄCHSTE AVV FINDET AM 10: SEPTEMBER 2011 UM 20:00 IM PARADOX STATT!