Bericht der AVV Januar 2013 & Thema im Februar

Protokoll 10.1.13

Berichte (unvollständig)
- Soli-Sponti für Villa Amalias am 29.12.
- Paradox gekauft
Nachdem dem Paradox gekündigt worden war und das Haus verkauft werden sollte konnte es jetzt durch den bisherigen Mieter-Verein gekauft werden und soll selbstverwaltet werden. Nun gilt es den Kauf (auf Kredit) zu finanzieren, dazu wird um einmalige Spenden und Dauerspenden sowie um Darlehen/Privatkredite gebeten. Außerdem gilt es natürlich jetzt erst recht das Haus zu nutzen und weiter mit Leben zu füllen und weiter coole Veranstaltungen zu machen!

Ankündigungen (unvollständig)

- „Soziales Zentrum“ – Treffen 21.1.
Bestehende linke Räume in Bremen und der Bedarf für neue sollen analysiert werden. Wer sind die NutzerInnen, wie offen oder abgeschottet sind Räume (aus welchen Gründen), wofür gibt es Räume, woran fehlt es? Auch die Vernetzung und Kommunikation zwischen den existierenden Räumen ist Thema. Es gab bereits mehrere Treffen, die Protokolle sind zu finden unter we.riseup.net/sozialeszentrumbremen Das nächste Treffen ist am 21.1. im Kurzschluss. Plaudern ab 16 Uhr, Diskussion ab 17 Uhr.
- Abschiebung in Achim am 25.1.
Laut taz droht einer Familie mit Duldungsstatus aus Achim die Abschiebung, es gibt einen „Ausreisetermin“ für den 25.1. siehe https://www.taz.de/!107938/
- 14.1. Antirepressionstreffen nach Unruh-Hausbesetzung
Bei der Hausbesetzung im Oktober gab es ca 50 Ingewahrsamnahmen. Ein erstes Treffen dazu hat stattgefunden, jetzt sind erneut alle Betroffenen aufgerufen am Montag, 14.1, um 19 Uhr ins Sielwallhaus zu kommen um einen kollektiven Umgang mit der Repression, gerade auch im Hinblick auf mögliche weitere Folgen zu finden.
- NPD-Wahlkampf in Niedersachsen…
hat begonnen. Am Samstag 12.1., soll die Tour erst nach Leer und nachmittags nach Oldenburg kommen. Am Dienstag, 15.1., nach Rotenburg und Verden. Mehr bei http://www.recherche-nord.com/article/Landtagswahl2013/?

Thema: AVV
Anlässlich der Auflösung der Hamburger AVV und mehrer extrem schlecht besuchter AVVen auch in Bremen ging es darum mal Bilanz zu ziehen und mögliche Ursachen für die Probleme in Bremen in den Blick zu nehmen. Es fällt auf, dass einerseits grundsätzlich die Existenz einer AVV weithin viel Zuspruch findet und ihr Potential als Ort regelmäßigen gruppenübergreifenden Austausches immer als total wichtig eingeschätzt wird – und andererseits aber trotzdem zuletzt oft nur sehr wenig Menschen kamen um das Potential auszuschöpfen. Warum also diese Diskrepanz, warum kommen Menschen nicht zu einem Treffen, dass die meisten prinzipiell wichtig finden? Dazu wurden bereits einige Rückmeldungen eingeholt, Gespräche geführt und ansonsten munter spekuliert, so dass folgende Aspekte zusammengetragen wurden:

Sicherheit
- „Die AVV ist ein offener Ort, somit können auch Unbekannte teilnehmen.“ Allerdings bietet das bewusst auch die Möglichkeit einen Einstieg zu finden, wenn Menschen z.B. neu in die Stadt kommen.
- „Protokolle werden im Internet veröffentlicht.“ Aber erst nachdem sie über den Mailverteiler gingen und allen 10 Tage die Möglichkeit gegeben wurde auf nicht fürs Internet bestimmte Inhalte hinzuweisen. Zudem gibt es immer die Möglichkeit bei Gesagtem darauf hinzuweisen, dass es überhaupt nicht in irgendein Protokoll soll.

Schlechte Planung der AVV
- „Schlüssel nicht da, kein Raum frei, Warten“ Kann nerven. Ja. Lief schonmal besser, aber müssen sich halt Leute drum kümmern…
- „kein Themenvorschlag / es gibt einen Themenvorschlag aber die tatsächlich Anwesenden interessierts gar nicht so dolle / es gibt einen Themenvorschlag, aber die Anwesenden entscheiden sich doch für ein anderes Thema, was dann diejenigen frustiert, die eigentlich wegen des ursprünglich vorgschlagenen Themas gekommen sind usw.“ Lässt sich nie so ganz auflösen das Problem, weil es den Anwesenden letztlich immer freisteht sich auf ein anderes Thema zu einigen. Aber es wäre schon wünschenswert, wenn auf einer AVV wieder regelmäßig Themenvorschläge für das nächste Treffen verabredet werden könnten und die dann auch vorbereitet werden. Das hat schonmal besser funktioniert.
- „Nix mitbekommen.“ Ja, auch das passiert. an den einschlägigen Orten soll daher wieder stärker auf den jeweils nächsten AVV-Termin und das vorgeschlagene Thema hingewiesen werden.

Kapazitäten
- „zuviel andere Projekte, zuviel andere Termine“ Bremen und der Kreis der Aktiven ist nunmal nicht allzu groß und einige finden, dass dafür hier echt schon ne ganze Menge passiert. Abgesehen davon herrscht bei einigen offenbar auch schlichte

Unkenntnis
- „Warum denn jetzt NOCH ein Treffen?“ Sinn und Zweck der AVV hat sich nicht automatisch überall rumgesprochen.

Falsches Bild
- „geht ja schon wer aus meiner Gruppe hin“ Die AVV soll aber eine Vollversammlung sein, kein Delegiertenplenum.
- „das is ja sone Art ZK“ ???

Als Konsequenz soll die Planung und Bekanntmachung der einzelnen AVV-Termine wieder verbessert werden. Darüber hinaus sollen Nutzen und Notwendigkeit der AVV wieder mehr herausgestellt werden und ihr Potential für autonome Vernetzung in persönlichen Gesprächen, bei diversen Polit-Treffen, bei Parties, in WGs usw. thematisiert werden. Hier nochmal
der Link zum vorläufigen Selbstverständnis: http://bremerplenum.blogsport.de/2010/02/15/20/

Themenvorschlag für Februar „Miete, Wohnraum, Gentrifizierung in Bremen“