Protokoll 31.01.10

Protokoll der AVV in Bremen 31.1.10

TOP´s
Infos & Termine
Zusammenfassung der letzten Diskussion
World Café
→ Was wollen wir in sozialen Kämpfen?
→ Was Was bedeutet das für uns konkret?
Sonstiges
Thema auf der nächsten AVV

1.Infos & Termine

Freitag 5.2. Flashmob bei Schlecker in Schwachausen (Wätjenstr. / H.H. Meier – Allee)
Bundeswehr wegtreten !
Donnerstag 11.2. ---- 15:30 Uhr Kundgebung
16:00 Uhr Veranstaltung

im Arbeitsamt Doventorsteinweg 44

Internetempfehlung
Thema: Überwachung
Link wird rumgeschickt!

VV findet jede gerade Woche statt !!!

Militant Reflection findet am 6. / 7. Februar im Paradox statt.
Beginn: je 10 Uhr
Samstag Mittag gibt es VoKü. Abends noch lecker Bierchen.
Sonntag gibt es Frühstück.

2.Zusammenfassung der letzten Diskussion

Es wurde zusammengefasst. Möglicherweise kann die Zusammenfassung nochmal rumgeschickt werden?

3.World Café
Es gab eine Gruppenarbeit zu folgenden 2 Fragen
- Was wollen wir in sozialen Kämpfen?
- Was bedeutet das für uns konkret?

Gruppe 1:
zur ersten Frage:
go with the flow: Da sein wo was geht …
Sind wir überhaupt so extern? Soziale Kämpfe gehen uns alle was an und ist nicht abgekoppelt von emanzipatorischen Ideen
Von wo kann Veränderung (Gesellschaft) ausgehen
„Fragend schreiten wir voran“ → Wir müssen auf die Bedürfnisse der Arbeitis eingehen, zuhören und nicht ihre Kämpfe dominierend einnehmen
Vernetzung / Strukturen aufbauen
Bedeuten radikalere Forderungen bessere Erfolgsaussichten?
→ Gibt es dafür historische Beispiele?
→ Wenn ja, haben die sich nicht auch aus dem Kleinen entwickelt?
Radikalität kann nicht nur an Forderungen gemessen werden, sondern an der Verschiebung der Kräfteverhältnissen
Internationalistische Komponente reinbringen – Standortlogik untergraben

zur zweiten Frage:
Vernetzung geht vor punktueller Solidarität
Orte für Austausch sind wichtig
Erfahrung mit Organisierung kann zu einem anderen Bewusstsein führen
(gemütlichen) Rahmen für Austausch, Vernetzung, Organisierung schaffen (Diskussionsrunden, Kneipenabend, Filmabend … )
→ Diese beiden Fragen können in einem solchen Rahmen gut diskutiert werden

Ergebnisse der Gruppen 2 und 3 kommen nachträglich !

Achtung!: Es gibt 2 Bündnisse in Bremen: Krisenbündnis und Erwerbslosenbündnis
bitte beachten und nutzen !!!

4.Sonstiges
- Entwicklung der AVV
→ spezifische Nutzung
→ immer wieder mobilisieren

- Bereits Diskutiertes im Auge behalten, auch wenn Diskurse wechseln
(z.B. Antimilitarismus)

5.Nächstes Thema der AVV

Kopenhagen
→ autonome Mobilisierung, Umsetzung und Repression

Es wird einen Input geben


1 Antwort auf „Protokoll 31.01.10“


  1. 1 Das Kotwort ist scheiße! 10. Februar 2010 um 13:38 Uhr

    Also hier die beiden Gruppenergebnisse:

    Gruppe 2:

    In unserer Arbeitsgruppe ging es zudem um die Frage, was wir aus dem Kollaps
    der DDR bzw. des sog. realsozialistischen Lagers im Jahr 1989 lernen
    könnten. Denn klar ist ja, dass dies eine ganze Menge damit zu tun hatte,
    dass sich beträchtliche Teile der Bevölkerung in Bewegung gesetzt hatten (ob
    Richtung Westen oder auf die Straßen in der damaligen DDR). Oder anders:
    Damals ist etwas passiert, was wir uns für heute wünschen würden. Einigkeit
    bestand unter uns in zweierlei Hinsicht: Einerseits, dass das Ende des
    Ostblocks zeigt, inwiefern sich selbst grundlegende gesellschaftliche
    Strukturen relativ rasch ändern können – wenn nur die Mehrheit mitzieht.
    Andererseits, dass die damaligen Veränderungen nicht vom Himmel gefallen
    sind, ihnen sind vielmehr langjährige, bis weit in die 1970er Jahre
    zurückreichende Organisierungsprozesse vorausgegangen, in welchen sich
    zunehmend eine (klandestin operierende) Opposition herausgebildet hat. In
    diesem Zusammenhang wurde auch auf ein entsprechendes Interview in einer der
    letzten Ausgaben der Graswurzelrevolutuion verwiesen, dort berichten
    AnarchistInnen, wie sie sich jahrelang in der DDR auf den Umsturz
    vorbereitet hatten, dann aber auch von den unmittelbaren Ereignissen 1989
    mehr oder weniger überrollt wurden.

    Gruppe 3:

    Ausgangsfrage: „Was wollen wir in sozialen Kämpfen?“

    Die eigenen Betroffenheit spielt Motivationstechnisch eine große Rolle.
    Darüber hinaus lässt sich auch aus Konflikten in denen Mensch nicht direkt
    selbst betroffen ist lernen. These: Jeder erlebte Konflikt schärfte die
    eigenen Handlungsfähigkeit. Es entwickelte sich die Frage nach „unserer“
    Motivation in sozialen Kämpfen? Ausgangspunkt, „unser Motivation“, ist, dass
    es Menschen scheiße geht! Wie können „wir“ uns als radikale Linke in
    sozialen Kämpfen engagieren? Wichtig ist ein Kontakt auf Augenhöhe, auf die
    Leute zu zugehen nicht von oben herab belehren wollen. Ein erster Schritt
    könnte sein eine Organisierung an sich erstmal zu ermöglichen und zu
    fördern. Nach unser Wahrnehmung sind wir nur marginal in soz. Kämpfe
    eingebunden, woran liegt das? Vielleicht

    liegt es daran, dass soz. Kämpfe nicht immer publik werden. Zudem fehlt es
    nicht selten an Anknüpfungspunkten. Hinzu kommt nicht selten eine
    beidseitige Skepsis, dass fehlende Vertrauen in die Möglichkeit einer
    konstruktiven Zusammenarbeit. Welche Rolle können wir in soz. Kämpfen

    einnehmen? Wir könnten uns als „Impulsgeber_Innen“ verstehen (Sprachkultur,
    Verhalten gegenüber Bullen, Basisdemokratie…). Wichtig ist es Anfangs sich
    erst einmal zu solidarisieren und sich gegenseitig kennen zu lernen. Alles
    andere kommt danach, einen festen Ablauf hierfür

    kann es nicht geben.

    Zweite Frage: „Wie beteiligen wir uns konkret an soz. Kämpfen?

    Wichtig ist es erst einmal Infos zu verteilen, sowohl innerhalb unserer
    Kreise wie auch bei den Akteuren von soz. Kämpfen. Wünschenswert wären feste
    Kristallisationspunkte an denen Infos zusammen laufen und „wir“ gleichzeitig
    auch erreichbar sind. Darüber hinaus wäre Infomaterial cool (wie gründe ich
    einen Betriebsrat, was tun bei Kündigung, usw.). Unterstützungsaktionen von
    außen können helfen vor allem wenn die Menschen im Betrieb selbst von
    starken Repressionen bedroht sind (bsp. Schlecker). Vorgeschlagen wurde auch
    eine Veranstaltung mit Wild Cat zu

    organisieren. Generell ist es wichtig mit der Zeit über partikulare
    Forderungen hinaus zu gehen. Schlecker ist scheiße mit oder ohne
    Betriebsrat. Schön ist es wenn Kämpfe weitergehen auch wenn sich der
    eigentliche Aufhänger verschoben hat. Wie können wir mit unser eigenen
    Lohnabhängigkeit umgehen?

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